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Am 08.10.2014 führte der Fischereiverein Bad Zwischenahn mit dem geprüften Elektrofischer Herrn Meyenburg aus Edewecht, ein genehmigtes Elektrofischen in der Aue und der Speckener Bäke zum Zwecke der Bestandserfassung und Kontrolle durch.
Festgestellt werden sollte, ob sich einige Jahre nach der Renaturierung der Speckener Bäke und den Fischaufstiegshilfen in der Aue Veränderungen in Artenvielfalt und im Bestand ergeben haben.






Bericht & Bild: Charly


Elektrofischen ist die schonendste Methode um in unsichtigen und unwegsamen Gewässern den Fischbestand zu überprüfen.
In ganz Deutschland ist das Elektrofischen nur unter besonderen Voraussetzungen möglich. Dazu zählen die Prüfung als Elektrofischer, eine Genehmigung der Fischereibehörden, in Niedersachsen das Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LaVes) und die Beachtung der VDE-Vorschriften.
Der 1. Gewässerwart vom Fischereiverein Bad Zwischenahn e.V. wird am nächsten E-Fischerlehrgang teilnehmen.
Der Elektrofischer trägt bei seiner Tätigkeit Gummistiefel, einen stromsicheren Schutzanzug und Gummihandschuhe, damit er gegen die hohe Gleichspannung von 600 bis 1000 V geschützt ist und keinen Schaden davon trägt. Dabei schleppt er den Minuspol (Kathode) als geflochtenes Metallband hinter sich her. Den Pluspol (Anode), in Form eines Keschers an einer langen Stange, hält er in den Händen.
Da Fische sehr stromempfindlich sind, schwimmen oder fliehen sie automatisch in Richtung Kescher. Durch den Stromfluss werden sie leicht betäubt und können nun mit dem Kescher ganz einfach eingefangen werden. Dieser Ablauf wird schnell durchgeführt, der Stromfluss sofort wieder abgeschaltet, so dass bei den Fischen keinerlei Schäden entstehen. Die Betäubungszeit der Fische ist relativ kurz, weil in unserem Fall lediglich eine Fischartbestimmung und grobe optische Vermessung durchgeführt wurde. Dabei konnte festgestellt werden, dass neben Aal, Rotaugen, Brassen, Gründlingen, Aland, Hecht, Kaulbarsch und Barsch, nun auch die Nase ein neuer einheimischer Fisch geworden ist.

Hinsichtlich des festgestellten Erfolgs für den Natur und Artenschutz, steht nun fest, dass sich der doch erhebliche finanzielle und in ehrenamtlicher Form erbrachte personelle Aufwand, welcher gemeinsam vom Land Niedersachsen, dem Landesfischereiverband Weser-Ems und dem Fischereiverein Bad-Zwischenahn e.V. erbracht wurde, gelohnt hat und die Basis für die zukünftige Entwicklung der Gewässer Aue und Speckener Bäke ist.

   
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